Historisches Museum Saar

 

geht neue Wege der digitalen Vermittlung

 

 

Digitale Vermittlungsstrategien gehören inzwischen fest zu den Angeboten von Museen. Das Historische Museum Saar möchte nun für Schulen eine neue Form des Virtuellen Museums entwickeln. Das Projekt VIMUKI (Virtuelles Museum für Kinder und Jugendliche) hat nach fünf Monaten Halbzeit und gestattet erste Einblicke.

 

Die Online-Live-Führungen sind das Herz des Virtuellen Museums. Schüler/innen erhalten die Möglichkeit, mit ihrem internetfähigen Endgerät an fünf verschiedenen thematischen Rundgängen durch das Historische Museum Saar teilzunehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Dauerausstellung zum 20. Jahrhundert. Dabei werden nicht nur Exponate und Inszenierungen, sondern auch zusätzliches Archiv- und Bildmaterial einbezogen. Eine Live-Führung mit dem Titel „Konstruierte Realitäten 1870/71-1919“ wird gerade als Testmodul entwickelt.

 

 


Die Online-Live-Führungen werden durch eine unterhaltsame Moderation, die Integration von 3D-Modellen, Einblicke in neueste Forschungsergebnisse und noch vieles mehr ergänzt.

 

Kinder und Jugendliche sollen in Ihrer Erfahrungswelt abgeholt und zum Beispiel durch Suchaufträge, Fragen, Diskussionen aktiv einbezogen werden. Besonders hervorzuheben sind die Lernspiele, die ausgehend von Exponaten der Dauerausstellung konzipiert werden.

Der Bildungsmanager bietet den Jugend-lichen die Möglichkeit, sich in die vorgestellten Inhalte zu vertiefen. Eine Vielzahl der dort bereitgestellten Materialien kann genauso wie die Online-Live-Führungen in die schulische

Vermittlung der Fächer Geschichte und Gesellschaftswissenschaften / Sozialkunde integriert werden.

 

Red. © Historisches Museum Saar

 

 

 

Momentan arbeitet das VIMUKI-Team mit zwei Softwarefirmen zusammen. Parallel dazu finden die ersten Workshops mit Schulklassen statt, um die neuen Vermittlungsmethoden vorzustellen und die Wünsche und Interessen der Schüler/innen in die Entwicklung einzubinden. Zu Beginn des neuen Schuljahres startet die Testphase mit dem Prototyp.

 

Da die Angebote in Deutsch, Französisch und Englisch präsentiert werden, können sich Schulen und andere Bildungseinrichtungen weltweit mit der wechselvollen Geschichte des deutsch-französischen Grenzraumes beschäftigen.

Das Virtuelle Museum für Kinder und Jugendliche (VIMUKI) ist ein Projekt des Historischen Museum Saar, das als Teil des Verbundprojektes museum4punkt0 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird. Das Historische Museum Saar und 17 weitere Teilprojekte unterstützen sich im Rahmen dieser Initiative gegenseitig bei der Entwicklung moderner Technologien für die Kulturvermittlung.

Das Projekt soll bis zum 31.12.2021 fertiggestellt werden und ist über die Website www.vimuki.org abrufbar. Über Instagram kann die weitere Entwicklung nachvollzogen werden.

 

Fotos:

Erstes nicht virtuelles Treffen des VIMUKI-Teams © Historisches Museum Saar, Munkes Das Vimuki Team besteht aus (von rechts nach links): Simon Matzerath (Gesamtleitung), Sebastian Wagmann und Ryan Beck von KONSONAUTIC SOLUTIONS GMBH, Selina Wagner (Social Media), dem Zeichner Jakob Hinrichs, Tatjana Seibert (Verwaltung), Nelly Brügelmann (Museumspädagogik), Reiner Jung (Museumspädagogik, Öffentlichkeitsarbeit), Markus Thulin (Projektkoordination) und Marco Hocke (Projektentwicklung).

Opener der VIMUKI-Startseite © Historisches Museum Saar, Jakob Hinrichs Avatar "Elisabeth von Lothringen" © Historisches Museum Saar, Jakob Hinrichs


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