MOBILE 

 

MUSIKSCHULE      

Saarpfalz


Interview mit Ute Stein & Rico Aston

Ich besuchte vor ein paar Tagen, die MOBILE MUSIKSCHULE Saarpfalz von Rico Aston und Ute Stein in Ihrem Studio in Homburg.                                                                                                                                                                                                         Interview / Redaktion / Fotos: Gabi Kaula

Gabi: Seit wann gibt es die MOBILE MUSIKSCHULE Saarpfalz?

RICO: Die MOBILE MUSIKSCHULE Saarpfalz, Ihr Spezialist für Gesang, Keyboard, Piano und Appmusic,  gibt es seit 2014.

 

UTE: Begonnen hat alles mit der Mobilen Musikschule Homburg. Da es hier aber zu Verwechslungen bezüglich des Namens mit der Musikschule Homburg kam, hatten wir uns in die MOBILE MUSIKSCHULE Saarpfalz umbenannt. Das passt auch besser, schließlich sehen wir uns für den gesamten Saarpfalz-Kreis zuständig.

 

Gabi: Was genau können wir uns unter einer mobilen Musikschule vorstellen? 

RICO:  Mobil bedeutet, dass ich auch zu den Leuten nach Hause fahre, die im näheren Umkreis wohnen. Viele nehmen das an, da sie beruflich stark eingebunden sind. Wir vereinbaren auch Termine für abends oder samstags (morgens). Wobei die Sänger selbst größtenteils zu mir in die Musikschule kommen, auf Grund der Ausrüstung, die dafür benötigt wird.

 

UTE:  Für Berufstätige, die im Schichtbetrieb arbeiten, gibt es ganz individuelle Termine. Ich denke das ist schon etwas Besonderes.

RICO: Wir bieten den Service seit „Corona“ auch online an und erhalten hier einen sehr großen Rücklauf.

 

Gabi:  Wie lange geht so eine Online-Stunde?

RICO:  30 oder 45 Minuten, je nach dem, was gebucht wurde.


 

 

 

Gabi: Wie ist Euer Unterrichtsstil?

RICO:  Ich bin jemand, der gerne schnell Ergebnisse erzielt und der mit den Schülern konstruktiv arbeiten möchte. Ich habe viel Geduld, möchte aber schon, dass sich die Schüler anstrengen und Interesse zeigen. 

 

UTE:  Bei den Schülern gibt es zwei Richtungen. Die Schüler, die Spaß an der Musik haben und am Singen, die gerne mit dem Keyboard arbeiten oder an der Komposition mit dem I-Pad Interesse und den nötigen Flow haben, um weiter zu kommen. 

Das andere sind die Kinder, bei denen die Eltern sagen: „Ich hätte gerne, dass mein Kind Klavier oder Keyboard spielt oder singen lernt“, das ist natürlich dann sehr mühsam. Rico ist ein Lehrer, der unglaublich individuell auf seinen jeweiligen Schüler eingeht und da auch eine Stärke hat, das rauszuholen, was in den kleinen oder großen Personen „drinsteckt“ und schnell erkennt, wie talentiert sie sind. Deshalb bietet er am Liebsten den Einzelunterricht an. 

 

RICO:  In der Gruppe beispielsweise müssen immer welche zurückstecken. Das sind meistens die, die gut sind, manche Schüler/innen verlieren dabei die Lust, weil sie nicht schnell genug weiter kommen. Bei den etwas Schwächeren gleicht sich das auf alle Fälle mit Fleiß und Begeisterung aus.

 

 

UTE:  Rico dokumentiert die Fortschritte seiner Gesangsschüler digital. So können die Schüler/innen selbst Ihre Fortschritte nachvollziehen. Das macht unseres Wissens sonst auch keine andere Musikschule.


 

 

 

 

Gabi: Was gibt es noch Wissenswertes zu berichten?

RICO: Ich habe mir über die Jahre ein komplexes Hintergrundwissen über die Studioarbeit angeeignet.  Das kommt mir bei Anfragen für Musikproduktionensehr zugute. 

Als Sänger und Musiker habe ich eine langjährige Bühnen-erfahrung mit verschiedensten Bands und Menschen.

 

UTE: Ricos Wissen als Komponist ist ein Verbindungsglied zur Musikschule. Für Gesangsschüler, die sich einen bestimmten Status erarbeitet haben, komponiert Rico ein eigenes, persönliches Lied. Das wird dann hier im Studio aufgenommen und als Demo-CD zur Verfügung gestellt, um sich z.B. bei Wettbewerben vorzustellen oder als Geschenk-Idee für Weihnachten, Muttertag, Geburtstage etc.



Vor Corona gab es regelmäßige Schülerkonzerte im Haus der Begegnung in Erbach, auch Karaoke-Workshops und musikalische Angebote im Ferienprogramm. Wir hoffen, das dass bald wieder stattfinden kann.                                                                                                     Fotos: Ute Stein

 

 

Gabi: Könnt ihr mir noch etwas über eure Musikrichtung sagen?

RICO: Das bezieht sich jetzt aber erst Mal auf mich als Sänger und Musiker. Da liegt mein Schwerpunkt in den 70er und 80er Jahren POP, aber auch alte Schlager oder aktuellere Hits, wir sind da sehr gut aufgestellt. Ab den 80er Jahren habe ich meinen eigenen Stil entwickelt, der aus meinen Erfahrungen, Theorien und den Fort- und Weiterbildungen, die ich besuchte, resultiert. Ich habe auch immer schon meine Band-Mitglieder im Gesang weiter ausgebildet.

 

 

 

Gabi: Singt Ute da auch mit?

UTE: Ja, ich singe da auch mit. Noch bin ich Gesangsschülerin bei Rico, da ich sehr spät mit dem Gesangsunterricht angefangen habe. In das Programm von Rico arbeite ich mich aber immer mehr mit ein, auch mit „eigenen“ Titeln. Rico finde ich sehr gut in seinen Swing-Darstellungen. Da bieten wir jetzt für Hotels oder Banketts spezielle Programme an mit sogenannter „Barmusik“, für Weihnachten wunderschöne Rockballaden, Swing, Themen-abende und Kombinationen aller Arten. Wir könnten einen Udo Jürgens-Abend genauso gestalten, wie ein Udo Lindenberg- oder Peter Maffay-Special. Wir sind da sehr vielfältig aufgestellt. Rico lässt den Zuhörer glauben, der Original Künstler stände auf der Bühne. Ich finde das sehr faszinierend.


 

Gabi: Was macht ihr noch so?

UTE: Ich arbeite in einer Kita, habe mich da im Rahmen der musikalischen Früherziehung auf die elementare Musikpädagogik spezialisiert. Das wird sehr gut von den ganz Kleinen angenommen, die  im Alter von 1 bis 6 Jahren sind. Hier kann ich meine Kompetenzen sehr gut mit einbringen.

RICO: Ich beschäftige mich in meiner Freizeit gerne theoretisch mit Musik, etwa der neuesten Musik-Software. Ich kann Interessenten verschiedenste Wege zeigen, wie man ein Studio aufbaut, welche Programme oder Apps man braucht, was sinnvoll ist etc. Außerdem unterstütze ich talentierte Sänger und Sängerinnen bei ihrer Karriere.

 

Gabi: Ihr Beide engagiert euch auch für soziale Projekte !? Welche sind das denn?

UTE: Das waren viele Projekte. U.a. mehrere Schülerkonzerte für die Palliativstation mit Prof. Dr. Sven Gottschling von der Uni Homburg, Konzerte für das Ronald McDonald-Haus, für die Flüchtlingshilfe in Erbach, im Pfarrheim Maria vom Frieden. 

Rico hat ehrenamtlich den Keyboard-Führerschein in verschiedenen Kitas angeboten. Aus einer ehrenamtlich begrenzten Tätigkeit wurden dann teilweise Jahresprojekte. Wir haben hierfür eigens ein Konzept erstellt. Dazu müssen die Kinder technische Grunderfahrungen sammeln, z. B. das Wissen darüber, wo Klänge, Rhythmen, Begleitautomatik aufgerufen wird, sonstige Funktionen, Fingersatz und Technik. Durch den Erwerb dieses Führerscheins sind sie dann auch in der KiTa berechtigt, allein und ohne Aufsicht am Keyboard zu spielen und zu üben. Die Eltern sind von dieser Aktion so begeistert, dass sie in einer Kindertagesstätte diese Maßnahme lange gesponsert haben.

 

Gabi: Musik machen mit dem I-Pad, wie geht das denn?

RICO: Ein sehr komplexes Thema. Man kann das am besten erklären, wenn man das I-Pad vor sich hat. Von der Komposition eigener Beats, Sounds bis hin zu eigenen Konzerten ist hier alles möglich. Man benötigt keinerlei Notenkenntnisse. Es gibt ja in der Musikwelt verschiedene Gruppen, die ihre eigenen Songs komplett per I-Pad produzieren. Durch die Funktion des Touch-Bildschirmes und der Anschlüsse für Mikrofon, Verstärker, Apps usw., eröffnen sich hier ganz neue Wege. AppMusic ist ein recht neuer Zweig im Musikunterricht. Mittlerweile produzieren bekannte Bands wie z. B. „Crow“ ihre Songs komplett mit Apps.

 

Gabi: Dann bedanke ich mich noch ganz herzlich für das nette Gespräch und wünsche euch weiterhin viel Erfolg!

 

 

 

 

Kontakt:

 

www.mobile-musikschule-saarpfalz.de 

Tel: 0176 – 387 54 609

Mail: info@mobile-musikschule-saarpfalz.de




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