Sagenhafte Wanderungen für die ganze Familie 

 

Der St. Ingberter SagenSommer

Es gibt viele spannende und oft auch richtig gruselige Geschichten rund um die Vergangenheit von St. Ingbert. Die Abteilung Tourismus hat jetzt einen SagenSommer entwickelt. Fünf Wege voller Abenteuer erzählen in St. Ingbert- Mitte und allen Stadtteilen die schönsten Sagen der Stadt. Die ersten drei Sagenwege – Riese Kreuzmann, Mori-Taten-Weg und Der Zauberkristall - sind nun online.

Eltern können sich freuen! Langweilige Sommertage in den Ferien gehören der Vergangenheit an. Jetzt heißt es rund um St. Ingbert Abenteuer erleben und Flora sowie Fauna der Region kennenlernen. Wer waren die Geister von Hassel? Was war das für ein Beziehungsdrama im Gehnbachtal? Wie lebte es sich im Reich des Riesen Kreuzmanns? Oder warum gibt es Rohrbach einen gebrannten Wald? Und was hat es mit dem Eichertsfelsen und den Kindern auf sich?

 

Viele Fragen, die alle auf fünf Rundwegen von jeweils 3 - 5 Kilometern rund um St. Ingbert beantwortet werden. Spannung, aber auch spielerische und kindgerechte Waldpädagogik erwartet Spaziergänger und Wanderer. „Ziel der Biosphärenstadt St. Ingbert ist es, ihren Bewohnern und Gästen die Sagen und Legenden der Stadt und den Lebensraum Wald näher zu bringen“, erzählt die Initiatorin Melanie Fritsch. In St. Ingbert im Gehnbachtal, in Oberwürzbach am Eichertsfelsen, in Rohrbach im Geißbachtal, in Hassel am Fröschenpfuhl und am Rentrischer Stiefel sind die Startpunkte der Wege. Gemeinsam mit dem Heimat- und Verkehrsverein und den Revierförstern der Stadt haben Mitarbeiterinnen der Abteilung Tourismus fünf tolle Wege gefunden. Sie versprechen Jung und Alt sowie Familien spannende Stunden im Wald

 

Foto: Giusi Faragone  / Red. Stadt St. Ingbert

 

Basiert auf App Actionbound

 

Wer allerdings nach Schautafeln oder Kennzeichnungen Ausschau hält, der sucht vergebens: „Der SagenSommer ist rein App-basiert“, erklärt Melanie Fritsch. Die Wege werden in der App „Actionbound“ beschrieben. Die ‚Sagenwege‘ sind für Kinder ab acht Jahren mit mindestens einer Begleitperson ausgelegt (Schwierigkeitsgrad der Aufgaben). Um in die jeweilige Sage einzutauchen, Aufgaben zu erhalten und auch zu lösen, wird ein Smartphone mit der eigens dafür entwickelten Actionbound-App verwendet, die man kostenlos herunterladen kann. Sie fungiert gleichzeitig als digitale Karte.

 

Jeder Sagenweg besteht aus mehreren Stationen, bei denen kleinere Aufgaben gelöst werden müssen. Die App erkennt dabei automatisch, wenn ein bestimmter Ort/eine Station erreicht wurde. Die Aufgaben können z.B. in Form von Multiple Choice-Aufgaben, Schätzfragen oder auch durch das Auffinden eines bestimmten Ortes (daher GPS notwendig) gelöst werden.

 

https://urlaub-st-ingbert.de/st-ingberter-sagensommer/

 

 

Foto: Pixabay

 



 

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…und dann immer geradeaus

 

 

vom Marktplatz zum Bahnhof

Foto: Gabi Kaula

Ein Spaziergang mit offenen Augen durch die Stadt lohnt sich immer. Römerzeit, Mittelalter, Wende - sie alle sind auf unserer Strecke vom Marktplatz durch die Eisenbahnstraße und weiter bis zum Bahnhof zu finden. Schlendern wir los!

 

In der Eisenbahnstraße 13 steht das ehemalige Wohnhaus von Dr. Johann Georg August Wirth, dem Herausgeber der freiheitlichen Oppositionszeitung „Deutsche Tribüne“, Homburgs erster Tageszeitung. Als eine der führenden Persönlichkeiten des Hambacher Festes 1832 zählt er mit Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer zu den wichtigsten Verfechtern der Pressefreiheit.

Weiter abwärts an der Kreuzung Eisenbahnstraße/Talstraße steht unübersehbar der Genius populi Romani. Dabei handelt es sich um die lebensgroße Nachbildung der im heutigen Römermuseum Schwarzenacker gefundenen 2000 Jahre alten Bronzestatuette eines römischen Schutzgottes.

 

Nach dem Überqueren der Talstraße gibt es „Meer“ zu sehen: Der sogenannte Aqualit ist ein Aquarium in Form einer Litfaßsäule, den die Stadtwerke 2001 als bundesweit einmalige Werbeattraktion errichten ließen. Durch mehrere Bullaugen lassen sich die kleinen Fische im Innern bewundern. Vorbild war eine umfunktionierte Telefonzelle auf der EXPO2000 in Hannover.

 

Bei der nächsten Kreuzung, im Bereich der Kaiserstraße, steht rechts der Homburger Hof. 1906 wurde das Gebäude im neugotischen Stil als Hotel Peterhof erbaut und war nach beiden Weltkriegen jeweils Kommandantur der Besatzungsmächte. Heute befindet sich ein gutbürgerliches Restaurant im Gebäude.

Links befindet sich der Gerlach-Brunnen. LKW-Kurbelwellen der Homburger Gerlach-Werke formen als „Wunderwerke der Technik“ und als formschöne Objekte diesen interessanten Industrie-Brunnen.

Ein Brunnen steht auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite: Der Freiheitsbrunnen erinnert an die in Homburg wirkenden Freiheitskämpfer Siebenpfeiffer und Wirth und das von ihnen ausgerufene Hambacher Fest 1832. Der von Bonifatius Stirnberg 1992 gestaltete Brunnen gehört zu den seltenen deutschen Kunstwerken, die der Freiheit und der Deutschen Einheit gewidmet sind. Neben den Figuren von Siebenpfeiffer und Wirth an der Kniehebelpresse, Bürgern beim Aufstellen eines Freiheitsbaumes und der Gruppe der teils per Pferdefuhrwerk zum Hambacher Schloss Reisenden findet sich auch ein Stück Berliner Mauer in Bronze nachgestellt, an dem „Mauerspechte“ einen Durchbruch herausschlagen.

 

Kurz vor dem Bahnhof, etwa in Höhe des Hotels Bürgerhof, befindet sich das von Paul Pink 1989 gestaltete Denkmal zur Stadtrechtsverleihung. Am 27. Juli 1330 verleiht Kaiser Ludwig den Bayern, von Hagenau aus, den Grafen Friedrich und Konrad von Homburg für treue Dienste erstmals dieses Recht. Wenige Schritte weiter, auf dem Bahnhofsvorplatz, thront auf einer Säule eine vergrößerte Nachbildung des im heutigen Römermuseum Schwarzenacker gefundenen Pentagondodekaeders. Der aus 12 regelmäßigen Fünfecken bestehende Bronzewürfel diente wohl als Kultgegenstand der keltischen Priester (Druiden).

 

 

 

Red. Stadt Homburg



Einst Arme-Leute-Brot, jetzt Leckerbissen

 

Die Herzogskastanien im Waldpark Schloss Karlsberg

Foto: Susanne Niklas

„Alles Gute kommt von oben“ meint der Volksmund. Das trifft auf den Regen zu, lang ersehnt und bitter nötig - für manche jetzt schon wieder zu reichlich. Das trifft auch auf viele Früchte zu, die bis in den Herbst von den Bäumen geerntet werden können. So einer stacheligen Frucht, der Esskastanie, auch Keschde oder Marone genannt, ist dieser Freizeittipp gewidmet.

Es waren wohl die Römer, die die Edelkastanie in unsere Region brachten, dahin, wo das Klima mild war. Bei unseren Nachbarn in der Pfalz werden im Herbst normalerweise zu ihren Ehren Feste gefeiert und Märkte abgehalten. Auch im WaldPark Schloss Karlsberg, insbesondere zwischen Hirschbrunnen und Bärenzwinger oder zwischen Karlsbergweiher und Orangerie, stehen diese Bäume. Sie wurden allerdings erst unter Herzog Karl II. August gepflanzt und sind daher auch als Herzogskastanien bekannt. Die ältesten Exemplare sind somit fast 250 Jahre alt und als Naturdenkmal geschützt. Vor allem Eichhörnchen und größere Vögel sorgten für die Weiterverbreitung im gesamten WaldPark. Die Tiere verstecken Nahrungsvorräte im Boden, vergessene Früchte keimen dann im Frühjahr aus. 

Jetzt ist die Zeit, um sich ausreichend mit den Waldfrüchten einzudecken. Kräftiger Herbstwind schüttelt diese von den Bäumen, so dass das Sammeln am Boden leicht fällt. Handschuhe schützen die Hände vor den stacheligen Hüllen, sofern sich die Kastanien noch darin „verstecken“. Denn für den Eigenbedarf ist das Kastaniensammeln durchaus erlaubt. Die stärkehaltigen aber glutenfreien Nüsse sollten dann möglichst rasch verbraucht werden, wenn man sie nicht kühl und trocken lagern kann. Sie lassen sich beispielsweise im Backofen oder in der Pfanne rösten. Oder man stellt eine Maronencreme her, bäckt sich einen Crêpe und denkt an unsere französischen Freunde in der Bretagne.               

                                                                        Foto + Red. Tourist-Info-Homburg

 

Weitere Infos zum WaldPark Schloss Karlsberg und der Schlossbergtour erhalten Sie in der

Tourist-Info Homburg, Talstraße 57a (am Kreisel),

unter 06841 / 101-820

oder per Mail an: touristik@homburg.de


                                                                                                                                                                                                                                 Foto Bärenzwinger: Copyright Gabi Kaula



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