Open-Air-Galerie Saarland

Wer sich lieber unter freiem Himmel bewegt, der findet im Saarland überall etwas, das zur Entdeckung einlädt. Viele Sehenswürdigkeiten erzählen über die Menschheits-, Natur- und Kulturgeschichte der Region bis hin zum heutigen Tag. Als eine Art Freiluftmuseum zeugen die alten Halden und Gruben als kulturell wertvolle und historische Landmarken von der Zeit des Bergbaus. In der Frühzeit ließen sich Kelten und Römer gerne im Saarland nieder, die Zeugen ihrer Baukunst sind noch heute zu bewundern. Neben den Völkern der Antike erhält auch die kulturelle Ästhetik mit den Fürsten des Barock Einzug ins Saarland. Deren Wirkungsstätten verteilen sich über den Südosten des Bundeslandes. Wer auf den historischen Spuren im Saarland wandeln möchte, kann sich auf der Landingpage "Saargeschichte Open Air" der Tourismus Zentrale inspirieren lassen.

 

https://www.urlaub.saarland/Reisethemen/Kultur-Staedte2/Saargeschichte-Open-Air

 

 

Red. Tourismus Zentrale Saarland

Fotos: Pixabay



Herbei, o ihr Gläubigen

 

Kirchen in Homburg

Auch wer eher selten Messen und Gottesdienste besucht, den zieht es an Weihnachten in die Kirche. Regelmäßige Kirchgänger sowieso. Und wenn nicht für die liturgische Handlung, dann vielleicht, weil Kirchen auch hervorragende Veranstaltungsorte für Konzerte sind. Gerade der Besuch des Adventskonzerts in der Ev. Stadtkirche hat für viele Tradition, die in diesem Jahr, wie so vieles, Corona zum Opfer fällt. Aber auch die Gebäude selbst haben oft eine interessante Geschichte zu erzählen. Etwa 20 Kirchen - katholisch, evangelisch, freikirchlich - gibt es in Homburg und seinen Stadtteilen. Jede hat ihre Besonderheit. Auf einige möchten wir in diesem Freizeittipp besonders hinweisen. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Lieblingskirche nicht dabei ist, teilen Sie es uns gerne unter touristik@homburg.de mit. Denn eine Fortsetzung dieses Themas ist nicht ausgeschlossen…

 

 

Das architektonisch auffälligste Gebäude ist wohl die 1962 bis 1964 erbaute Kirche St. Fronleichnam in der Ringstraße: Es handelt sich hierbei um eine moderne Rundkirche mit separatem Turm. Die Kuppel des Baus ruht auf 12 Stützen. Die 12 halbkreisförmigen Betonglasfenster gestaltete der Künstler August Deppe aus Homburg. Der Mosaikfußboden wurde 1964 von der Firma Villeroy & Boch (Mettlach) verlegt. Nur ein paar hundert Meter weiter steht die Kirche des Universitätsklinikums des Saarlandes. Sie wurde in den Jahren 1906 bis 1909 als Simultankirche für die „Pfälzische Heil- und Pflegeanstalt“ vom „königlich-bayrischen Bauamtmann H. Ullmann“ erbaut. Stilistisch kann sie zwischen dem Historismus des 19. Jahrhunderts und dem Kirchenbau des 20. Jahrhunderts eingeordnet werden. Das unter Denkmalschutz stehende ca. 30 Meter lange Gebäude besteht aus einem Hauptschiff und einem Seitenschiff. 

 

Im Chorraum finden wir in einer Bildergalerie vierzehn Nothelfer und drei weitere Heilige: Anna, Petrus und Josef. Da die Kirche von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam genutzt wird, standen früher im Chorraum zwei Altäre. Seit November 2006 erklingt von der Empore eine historische Klais-Orgel aus dem Jahr 1908. Die Klinikkirche ist jeden Tag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Wer einen Raum der Ruhe und Besinnung sucht, ist willkommen!

 

Mit ihrem Namen darf die Protestantische Adventskirche Jägersburg natürlich in diesem Beitrag nicht fehlen. Ihre Vorgeschichte beginnt mit der Einweihung der ersten eigenen Glocke der Jägersburger Gemeinde am 29. November, dem ersten Adventssonntag des Jahres 1953. Bis dahin gehörte die Gemeinde zu Waldmohr. Von nun an begleitete diese eigene Glocke, die im Schulturm ihren Platz fand, das Leben und das Sterben der Jägersburger Protestanten. Am 1. Advent 1956 konnte dann auch die Adventskirche eingeweiht werden. Der Name Adventskirche bedeutet Ankunfts-Kirche, also das Warten darauf, dass der Herr kommt und alles neu macht. Die zehn Seitenfenster wurden wie auch die beiden großen Fensterfronten im Altarraum von Ferdinand Selgrad entworfen. Die dargestellten Motive sind durchweg Szenen aus dem Leben Jesu. Die restlichen vier Fenster sind nach Entwürfen von Gregor Lehotzky gefertigt und zeigen ebenfalls Szenen aus seinem Leben.

 

 

 

Foto: Stadtarchiv Homburg   / Red. Stadt Homburg



Auge isst mit - antike Rezepte im Focus

Eine Rezeptsammlung des Römermuseums Schwarzenacker

Gutes Essen gehört zu Weihnachten einfach dazu. Nicht ganz einfach in diesem Jahr, da Restaurants bestenfalls einen Liefer- und Abholservice anbieten, schlimmstenfalls ganz geschlossen haben.

Also lautet die Devise: Selbst ran an den Herd. Es soll etwas Ausgefallenes sein? Wie wäre es mit einem römischen Weihnachtsmenü à la Marcus Gavius Apicius, dem extravaganten Feinschmecker, der zur Zeit des Kaisers Tiberius lebte? Dazu lädt das Team des Römermuseums Homburg-Schwarzenacker Sie ein. Rechtzeitig für die Festtage ist die antike Rezeptesammlung mit Mengenangaben römischer Köstlichkeiten zum Nachkochen erschienen. 


Eier in Piniensoße (IN OVIS HAPALIS) gibt es beispielsweise, Schweinsragout mit Aprikosen (MINVTAL EX PRAECOQUIS), eine Bohnen-Kichererbsen-Suppe (FABAE ET CICERIS). Auch Süßes und Salate fehlen nicht. Und natürlich Moretum, ein Kräuter-Käse-Dip, dem ein gleichnamiges Gedicht zu Grunde liegt. Gewürzt wird häufig mit Garum, einer fermentierten Fischsoße, die zu römischer Zeit bereits in regelrecht industrieller Produktion in großen Mengen hergestellt wurde. Anhänger der Comicreihe um einen pfiffigen kleinen Gallier und seinen kräftigen Freund („Ich bin nicht dick!“) sollten mal in Band 37 nachschauen: Sponsor des dort beschriebenen Wagenrennens durch Italien ist ein Garum-Fabrikant.

Wer sich durchaus für römische Küche interessiert, aber sich nicht alleine heranwagt, der muss sich bis zum nächsten Jahr gedulden. Am 1. März 2021 will das Römermuseum Schwarzenacker wieder seine Pforten öffnen. Dann stehen Ihnen die Mitarbeitenden für Fragen (nicht nur) zu römischen Rezepten gerne zur Verfügung. Für Einzelpersonen und kleinere Gruppen sollen in der Saison 2021 wieder das Kräuterseminar mit römischem Kochen unter dem Namen „Kraut & Römer“ wie auch die „Küchenschlacht am Römerherd - Experiment Römische Küche“ zu festen Terminen angeboten werden. Gemeinsam kochen und anschließend verzehren und ganz nebenher viel Interessantes zum römischen Alltag erfahren -klingt doch spannend, oder? Nähere Auskünfte erhalten Sie zeitnah unter https://www.roemermuseum-schwarzenacker.de

Zurück zum Rezeptheft. Das eignet sich natürlich auch bestens als Geschenk, ob zu Weihnachten oder einer anderen Gelegenheit. Derzeit bekommen Sie es nur in der Tourist-Info Homburg, Talstr. 57A (am Kreisel) zum Preis von 5 €. Als passende Ergänzung finden Sie dort auch Essig aus der Biosphäre Bliesgau, Salze aus La Baule und /oder Honig aus unserer Partnerstadt Ilmenau. Sobald das Römermuseum Schwarzenacker wieder geöffnet ist, ist die Broschüre natürlich auch dort erhältlich.

 

 

 

Wir wünschen schon mal „bene sit tibi“- Guten Appetit!

 

 

Red. / Foto: Stadt Homburg

                                                                                   Foto: Pixabay



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