Grüne ZeitReise/n

Auf zu Homburgs „Gärten mit Geschichte

                                   Barockgarten Schwarzenacker                                                                                                                                                                 Foto: ©AUFNAHME 1 GbR

 

Juckt es Ihnen bei diesem Frühlingswetter auch in den Fingern, im Garten loszulegen? Wie, Sie haben keinen Garten? Oder: Sie haben einen Garten und sind auf der Suche nach neuen Gestaltungs-ideen? Wir hätten da einen Tipp für Sie: 15 ganz unterschiedliche Gartenanlagen im Saarpfalz-Kreis haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, jede mit ihrer eigenen Geschichte. „Garten“ ist dabei ein sehr weit gefasster Begriff. Es sind ganz traditionelle Gärten dabei, etwa der Bauerngarten Mimbach oder der Römische Garten im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Andere würde man eher Park als Garten nennen, so den Park Würzbacher Weiher oder den Klosterpark Blieskastel. Eine Übersicht finden Sie unter Gärten mit Geschichte | Biosphäre Bliesgau (saarpfalz-touristik.de). Homburg ist dabei mit drei - ganz verschiedenen - Gärten vertreten:

Barockgarten Schwarzenacker

Der Barockgarten Schwarzenacker (siehe Foto oben), angelegt 1984/85, verbindet das Edelhaus mit dem römischen Freilichtmuseum, in welchem Rekonstruktionen eines ca. 2.000 Jahre alten Handelszentrums zu besichtigen sind. Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Herzog Gustav Samuel Leopold von Pfalz-Zweibrücken vom schwedischen Architekten Jonas Erikson Sundahl einen Landsitz zu einem barocken „Edelhaus“, wohl mit rückseitig zeitgenössisch gestaltetem Garten, umbauen. Für diesen gibt es mit einer Ausnahme bislang keine garten-archäologischen Befunde. So ließen sich die Planer vom prachtvollen Barockgarten des Schlosses Oberschleißheim bei München inspirieren.


Jägersburger Weiher (Copyright Gabi Kaula Photographie)

Jägersburger Weiher

Die Garten- / Parkanlage Jägersburger Weiher verbindet das historische Ambiente von Schloss Gustavsburg mit modernen touristischen Angeboten rund um Schloss- und Brückweiher. So wurden seit Mitte des 20. Jahrhunderts u. a. ein Baumlehrpfad geschaffen sowie ein Wasser- und ein Spielplatz eingerichtet. Mit einem Kletterpark, einem Vollholz-Blockhaus mit Biergarten sowie einem Hotel mit Tretboot- und E-Bike-Verleih, Biergarten und Almhütte wird das touristische Angebot mittlerweile maßgeblich ergänzt.

 

 

Red. TOURIST-INFO-HOMBURG


WaldPark Schloss Karlsberg

Ebenso zum Netzwerk gehört der WaldPark Schloss Karlsberg. 1779 verlegte Herzog Karl II. August seine Residenz von Zweibrücken nach Homburg in das Karlsbergschloss, das damals als eine der phantastischsten Schlossanlagen Europas galt. Von dem ehemaligen Märchenschloss zeugen heute nur noch Grundmauern und das Kellergeschoss der ehemaligen Orangerie mit seinem großen Mittelgewölbe. Zahlreiche Plätze im Wald wie Bärenzwinger, Schwanenweiher, Hirschbrunnen und andere Relikte werden hergerichtet und vermitteln ein eindrucksvolles Bild der prächtigen Landschaftsgestaltung des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Ein Hörpfad mit 11 Stationen (Hörpfad Schloss Karlsberg Karte (schloss-karlsberg.de) lässt die Anlage vor Ihrem geistigen Auge auferstehen. Auch unsere beliebte Gästeführung „Das versunkene Schloss Karlsberg - Wanderung durch die barocke Geschichte Homburgs“ wird hoffentlich bald wieder stattfinden.

 

Die Übersichtskarte mit allen 15 Gärten erhalten Sie kontaktlos im Vorraum der Tourist-Info Homburg, Talstraße 57a, montags bis freitags von 9 bis 16.30 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr. Auf Wunsch senden wir sie Ihnen natürlich auch gerne zu; Bestellungen unter 06841-101820 oder touristik@homburg.de.


Fotos: Copyright Gabi Kaula Photographie


 

An die Stöcke, fertig, los

 

Nordic Walking und andere sportliche Betätigungen

Der Spickelweiher, Namensgeber der Spickelweiher-Route; Foto: Achim Müller, Stadt Homburg 1

Macht sich bei Ihnen zu den um diese Jahreszeit üblichen Weih-nachts(mehr)pfunden auch noch der Corona-Zuschlag bemerkbar?

 

Und zu den Vorsätzen zum neuen Jahr gehört eine Annäherung an das Normal- bzw. Ausgangsgewicht?

Dann ist jetzt die Zeit, den ge-mütlichen Platz auf dem Sofa zu verlassen und in Bewegung zu kommen. Dummerweise sind aber Fitness-Studios und Hallenbäder geschlossen, und auch der Vereins-sport kann zurzeit nicht ausgeübt werden. Welche Alternativen bleiben?

Da gibt es zum einen vielleicht die Möglichkeit, in den Alltag ein paar sportliche Übungen einzubauen. Steht noch ein Heimtrainer oder ein sonstiges Fitnessgerät im Keller, das wieder hervorgeholt werden kann? 

 

Auch Treppensteigen bietet sich an. Wer keine in der Wohnung und/oder auf der Arbeit hat, dem sei der Aufstieg zu den Schlossberghöhlen und der Vauban-Festung empfohlen. Gewichte stemmen, aber Hanteln fehlen?

Gefüllte Wasserflaschen sind ein brauchbarer Ersatz dafür. Oft genügt aber auch das eigene Körpergewicht. Das Internet bietet eine Fülle von Anregungen.

 

Doch lieber raus ins Freie? Ein flotter Spaziergang ist schon mal ein Anfang. Noch effektiver ist Nordic Walking. Und da hat Homburg fünf unter-schiedliche ausgewiesene Routen zu bieten, die auf der Seite:

https://www.saarpfalz-touristik.de/erlebnisse/freizeittipps/nordic-walking mit Karte, Höhenprofil und durchschnittlicher Dauer gelistet sind.

 

Zwei davon, die 13,8 km lange Karlsberg-Tour und die Rabenhorst-Tour mit 5,4 km Länge, gehören zum Nordic Walking Park Homburg. Die drei anderen Touren werden dem Nordic Walking Park Homburg-Erbach zugerechnet. Ihre Länge reicht von 4,6 km bei Peter-Schulzen-Weg über 6,2 km (Kurt-Huwer-Weg) bis zu den 9,4 km der Spickelweiher-Route. 

 

Vom Schwierigkeitsgrad werden alle fünf als leicht eingestuft. Beachten sollte man, dass die teils unbefestigten Wege nicht beleuchtet sind. Natürlich lässt sich auch auf anderen Wegen (nordic) walken, z. B. rund um den Jägersburger Weiher oder auf dem Biotop-Rundweg Beeden.

 

Noch ein Ratschlag in Sachen Abnehmen: holen Sie sich Verbündete ins Boot, Kollegen oder Freunde beispielsweise. Der soziale Druck erhöht die Motivation, gleichzeitig kann man sich gegenseitig mit Tipps unterstützen. Auch wenn es noch ein Weilchen dauert, der nächste Sommer kommt bestimmt - und mit ihm hoffentlich auch geöffnete Freibäder, um die neue Bikinifigur zu präsentieren.

 

 

 

 

Red. Stadt Homburg



Ein Relikt aus vorrömischer Zeit

 

Der rekonstruierte Keltische Grabhügel am „Rabenhorst“

„Homburg“ und „Römer“ bringt man sofort miteinander in Verbindung. Aber es finden sich auch noch ältere Zeugnisse der Vergangenheit, beispielsweise ein aus mindestens 9 Hügeln bestehendes Gräberfeld aus der Keltenzeit, das man bei einer Wanderung zwischen dem Stumpfen Gipfel und dem Lambsbachtal entdecken kann. Den am besten erhaltenen Hügel aus der Zeit um 450 v. Chr. hat die Abteilung Stadtgeschichte und Denkmalpflege der Kreisstadt Homburg im Jahre 2002 untersucht. Man fand dabei 12 Grablegen, wovon acht reiche Schmuckausstattungen aus Bronze enthielten. Die Verstorbenen waren in Holzsärgen bestattet worden, Sandsteine dienten als Abdeckung.

In dem Grab im Zentrum lässt ein bronzener Ring, der als Statussymbol am linken Oberarm getragen wurde, auf einen Mann schließen. Zwei Gewandnadeln hielten sein Totenhemd zusammen. In anderen Gräbern weisen paarig getragene Arm- und Beinringe darauf hin, dass es sich um Frauen handelte.

Foto: Homburg, Stadtarchiv 

Red. Stadt Homburg

Von überregionaler Bedeutung sind die Bruchstücke einer Stele, die sich als Abdeckung auf einem der Gräber befanden. Trotz fehlender Spitze ist sie noch 2,5 m hoch und zählt damit zu den größten bisher endeckten in Mitteleuropa. Im unteren Teil ist sie annähernd quadratisch und nur grob bearbeitet; ab einer Höhe von 80 cm hat sie einen feinen Schliff. Das Gebiet ist von zahlreichen Wanderwegen durchzogen. Auch die Schlossbergtour führt am Stumpfen Gipfel vorbei. Als Startpunkt eignet sich etwa das Wohlfühlhotel Rabenhorst, in dessen unmittelbarer Nähe sich der rekonstruierte Grabhügel befindet. Unterwegs bietet sich die Fischerhütte Kirrberg für eine Rast an. Am Ende oder Anfang der Tour lohnt auch eine Einkehr in das Restaurant Rabenhorst.

 

 

Weitere Informationen zum Keltengrab finden Sie unter https://www.homburg.de/index.php/stadtprofil/stadtinfo/geschichtliches/grabhuegel



Unterwegs im WaldPark Schloss Karlsberg

Homburger Tourist-Info lädt zu einer Wanderung auf den Spuren von Karl II August ein

Im Rahmen ihrer Freizeittipps präsentiert die Tourist-Info Homburg eine Wanderung auf den Spuren von Karl II. August hin. Ein Teil des beliebten Homburger Premiumwanderweges „Schlossbergtour“ führt zum englischen Landschaftsgarten um das ehemalige Schloss Karlsberg. Von 1776 bis 1786 ließ Herzog Karl II. August - unweit vom heutigen Homburger Stadtteil Sanddorf entfernt - in verschwenderischer Pracht sein Residenzschloss errichten. 1779 verlegte der Herzog seine Residenz von Zweibrücken nach Homburg. Damals eine der größten und bedeutendsten Parkanlagen Deutschlands, lässt sich heute mit ein wenig Fantasie der wundervolle Schlosspark mit seiner Schönheit noch erahnen. Leider war die Pracht nicht von langer Dauer. Schon 1793 wurde das Schloss niedergebrannt. Von dem ehemaligen Märchenschloss zeugen heute nur noch Grundmauern und das Kellergeschoss der ehemaligen Orangerie mit seinem großen Mittelgewölbe. Zahlreiche Plätze im Wald wie Bärenzwinger, Schwanenweiher, Hirschbrunnen und andere Relikte wurden hergerichtet und vermitteln ein eindrucksvolles Bild der prächtigen Landschaftsgestaltung des ausgehenden 18. Jahrhunderts.

Gemeinsam mit dem Nachbarland Rheinland-Pfalz und der Stiftung Karlsberg Hof sind Karlsbergweiher, Orangerie, Tosbecken, Schwanenweiher, Eremitage, Kaskaden und Herzogsgärten denkmalpflegerisch gesichert und neu visualisiert worden: Historische Formen werden mit Corten-Stahl nachgeahmt, der mit seiner changierenden Rostpatina Alter und Verfall symbolisiert. Gefördert wurden die Maßnahmen auf saarpfälzischer Seite durch das saarländische Wirtschafts- und Innenministerium. Die Stiftung Karlsberger Hof hat in Zusammenarbeit mit Studenten der Uni Karlsruhe, der Musikhochschule Karlsruhe und der Hochschule für Gestaltung Pforzheim einen Hörpfad eingerichtet. 

 

Hier kann man die mp3-Dateien kostenfrei unter http://hoerpfad.schloss-karlsberg.de/ herunterladen und sich direkt vor Ort von Herzog Karl II. August und seinem Generalbaudirektor Johann Christian von Mannlich durch die Umgebung führen lassen. So erfährt man  neben Wissenswertem über die Geschichte der Gemäuer auch unterhaltsame Anekdoten.

Start ist am Parkplatz „Karlsberger Hof“ in Homburg-Sanddorf. Über den Karlsbergweiher (Rechts ist ein Abstecher möglich zum Felsenpfad) geht es weiter an einer Kneippanlage vorbei zur Karlsbergquelle und über einen kleinen Pfad hinauf zur Orangerie. Von dort gibt die Sichtachse zum Karlsbergweiher einen Eindruck davon, wie herrlich diese Parkanlage in früheren Zeiten angelegt worden ist. Von der Orangerie geht es ein Stück geradeaus bis zur ehemaligen Außenmauer des Schlosses, ehe nach links ein Weg abzweigt. Dieser endet in der Weinbergstraße, von wo aus der Karlsberger Hof und der Parkplatz in wenigen Minuten wieder erreichbar sind. Wer weiter spazieren möchte, geht von der Orangerie aus über die „Appelallee“ in Richtung Bärenzwinger oder folgt der Schlossbergtour über Hirschbrunnen bis zum Bärenzwinger. Alternativ bietet sich ein zweiter Ausgangspunkt an: Start dazu ist der Parkplatz „Am Brünnchen“ im Lambsbachtal (Verbindungsstraße zwischen Homburg und Käshofen). Über „Schwanenweiher“ und „Tosbecken“ geht es hoch zum „Bärenzwinger“, dann vorbei an der „Vogeltränke“ bis zur „Orangerie“ (der rechten „Ecke“ des ehemaligen Schloss Karlsberg). Zurück gelangt mit einem Abstecher beim „Tschifflick Pavillon“ wieder zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz „Am Brünnchen“.

 

Weitere Infos gibt es in der Tourist-Info Homburg, Talstraße 57a, unter Tel.: 0 68 41/101 - 820 oder per Mail an touristik@homburg.de.

 

Foto / Red: Stadt Homburg



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