Umgeben von Frankreich, Luxemburg und Rheinland-Pfalz besitzt das Saarland einen ganz besonderen Charme. Das kleinste deutsche Bundesland ist geprägt von seiner wechselvollen Geschichte, was sich besonders in der Kulinarik widerspiegelt. Der häufige Wechsel der Nationalitäten hat dazu geführt, dass man das Beste der französischen und deutschen Küche zu einem grenzenlosen kulinarischen Genuss zusammengeführt hat.
BU: Löwenzahnsalat aus dem Saarland / Hotel zur Saarschleife. Foto: Eike Dubois (c)
Gourmetküche Saarland. Ein Teller von Sternekoch Cliff Hämmerle aus Blieskastel. Foto: Eike Dubois (c)
Das Saarland bietet eine der besten Küchen Deutschlands. Der gerne zitierte Ausspruch „Hauptsach gudd gess“ gilt im Saarland für alle Kreationen, die vom traditionellen saarländischen Kochhandwerk, über die deftige Hausmannskost der Bergarbeiter bis hin zur modernen Haute Cuisine reichen. Traditionell essen die Saarländerinnen und Saarländer gern Schwenkbraten und unzählige Variationen von regionalen Kartoffelgerichten, kombiniert mit frischen Salaten und Kräutern. Die höchste Auszeichnung der Gastronomie, der Michelin-Stern, funkelt gleich 12 Mal über dem saarländischen Gourmethimmel. Zu den Drei-Sterne-Restaurants in Deutschland und damit zu den Toprestaurants in der europäischen Spitzengastronomie gehört das "Victor's Fine Dining by Christian Bau" in Perl. Das "Esplanade" in Saarbrücken, das "Louis" Restaurant im Hotel La Maison in Saarlouis sowie das "Gästehaus Klaus Erfort" dürfen sich mit je zwei Michelin-Sternen schmücken. Das "Hämmerle´s Restaurant" in Blieskastel, "Kunz" in St. Wendel und das Restaurant "Midi" in St. Ingbert besitzen jeweils einen Stern.
Text: Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Gefillde sind nicht nur ein kulinarisches Highlight der saarländischen Region, sondern eben auch ein Ausdruck der freundlichen Gastfreundschaft und Bodenständigkeit. Foto: Eike Dubois (c)
Gefillde sind ein traditionelles Gericht aus dem Saarland, das vor allem für seine herzhaft-kräftige Küche bekannt ist. Diese Spezialität besteht aus Kartoffelklößen, die mit einer würzigen Fleischfüllung aus Hackfleisch, meist Rind oder Schwein, gefüllt sind. Die Zubereitung beginnt mit der Herstellung eines Kartoffelteigs aus rohen und gekochten Kartoffeln, der dann um die Füllung geformt wird. Die Klöße werden anschließend in Salzwasser gekocht, bis sie gar sind. Gefillde werden oft zusammen mit Speckrahmsauce und Sauerkraut serviert, was dem Gericht eine ausgewogene Kombination von Aromen und Texturen verleiht. Diese traditionelle Speise ist nicht nur ein kulinarisches Highlight der Region, sondern auch ein Ausdruck der saarländischen Gastfreundschaft und Bodenständigkeit. Red.
Dibbelabbes ist ein traditionelles Gericht aus dem Saarland, das besonders in der Region beliebt ist. Es handelt sich um eine Art Kartoffelauflauf oder -pfanne, der aus geriebenen rohen Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch und Speck zubereitet wird. Der Name „Dibbelabbes“ leitet sich von den Begriffen „Dibbe“ für Topf oder Pfanne und „Labbes“ für einen Klumpen oder Brei ab und beschreibt somit treffend die Konsistenz und Zubereitungsweise des Gerichts. Häufig wird Dibbelabbes in einer gusseisernen Pfanne gebraten, bis er außen knusprig und innen weich ist. Einige Variationen fügen noch Eier oder andere Gewürze hinzu, um dem Gericht eine persönliche Note zu verleihen. Dibbelabbes wird oft mit Apfelmus oder einem frischen Salat serviert und gilt als herzhaftes, sättigendes Essen, das sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage geschätzt wird. Dieses Gericht spiegelt die bodenständige und rustikale Küche des Saarlandes wider und ist ein wunderbares Beispiel für die kulinarische Vielfalt Deutschlands. Red.
Regionale saarländische Spezialität aus geriebenen Kartoffeln. In der Pfanne oder dem Backofen gebraten. Dibbelabbes wird mit Salat und / oder Apfelkompott serviert.
Foto: Eike Dubois (c) / Red.
Die Biosphäre Bliesgau gehört zu den schönsten Landschaften im Südwesten Deutschlands. Foto: Eike Dubois (c)
Im Südosten des Saarlandes befindet sich das UNESCO Biosphärenreservat Bliesgau. Hier spielen die Landwirtschaft und gutes Essen eine bedeutende Rolle. Die Menschen im Bliesgau sind mit der Region eng verwurzelt und engagieren sich für ihre Heimat. 2023 gewinnt die Biosphäre sogar den Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestination. Man kennt sich und packt gemeinsam, immer mit der nötigen Portion Entschleunigung, und das spürt und schmeckt man auch. Das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau ist eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Fast ausnahmslos alle Betriebe sind familiengeführt. Auch die Verarbeitung und Veredelung der Produkte wie Linsen, Gemüse, Getreide und viele traditionelle Obstsorten, finden im Bliesgau statt. Das bedeutet geringe Transportwege und eine gute Produktqualität und viele weitere ökologische Vorteile. An über 50 Standorten finden sich die „Bliesgau-Regale“, die mit rund 100 BliesgauProdukten gefüllt, Leckeres aus der Region anbieten. Vermarktet werden die regionalen Produkte gemeinschaftlich.
Auch in der Gastronomie im Bliesgau setzen viele Restaurants auf heimische Zutaten. Die wichtigste Voraussetzung für saarländische Kochkunst war und ist schon immer die Verwendung frischer und regionaler Erzeugnisse. Auf den Teller kommt, was die Landschaft hergibt. Die Köch*innen lieben ihr Handwerk und präsentieren ihre Kochkünste gerne in der gesamten Großregion Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg. Bei der alljährlichen Bliesgau Lammwoche im Oktober schließen sich elf Spitzenköch*innen aus dem Saarland und Frankreich zusammen und kreieren kulinarische Hochgenüsse aus regionalem Bliesgau-Lammfleisch. Die Köch*innen verschreiben sich der Nachhaltigkeit und berufen sich auf das, was wichtig ist: praktizierter Naturschutz, Regionalität und artgerechte Haltung der Tiere. So steht dem guten Genuss nichts im Wege.
www.biosphaere-bliesgau.eu/index.php/de/produkte-und-partner
Entlang der beiden größten Flüsse des Landes, Saar und Blies, tragen die Streuobstwiesen im Spätsommer ihre Früchte. Rechnerisch kommen auf einen Streuobstbaum im Saarland knapp zwei Saarländer, daher gibt es auf den weitläufigen Feldern einiges zu tun. Etliche Sorten regionaltypischer Äpfel und Birnen füllen die Sammelkörbe. Nicht ohne Grund findet man daher im Saarland etliche Manufakturen, die die Schätze der Streuobstwiesen zu ausgezeichneten Marmeladen, Aufstrichen, Säften und Chutneys verarbeiten.
Foto: Canva
Text: Tourismus Zentrale Saarland GmbH
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