Gollenstein - Zeuge der Vergangenheit

Gollenstein Menhir bei Blieskastel-Saarland

Der Gollenstein in Blieskastel ist ein Zeugnis sehr alter Kultur, er zählt zu den bedeutendsten Megalithen Europas. Mit einer Höhe von etwa 6,58 Metern ist dieser einer der größten seiner Art in Mitteleuropa. Der genaue Zweck des Gesteinsstücks, ist bis heute nicht vollständig geklärt, doch wird angenommen, dass er in der Jungsteinzeit oder frühen Bronzezeit errichtet wurde, möglicherweise als ein Kult- oder als Versammlungsort. Der circa 4000 Jahre alte Menhir ist von Mythen und Legenden umwoben und zieht viele Besucher an, die sich für die Geschichte und die archäologischen Geheimnisse der Region interessieren. Er ist nicht nur ein interessantes Relikt der Vergangenheit, sondern auch ein Symbol für die reiche kulturelle Geschichte des Saarlandes.

Die Christianisierung des Steins:

Im frühen 19. Jahrhundert schlugen Christen eine spitzbogige Nische in etwa zwei Metern Höhe in das pagane Kulturdenkmal. Dort wurde eine christliche Heiligenfigur platziert, um den heidnischen Kultort im Nachhinein zu „heiligen“.

 

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg:

Im Jahr 1939 wurde der jahrtausendealte Stein von Pionieren der deutschen Wehrmacht umgelegt. Er zerbrach dabei in mehrere Teile. Nach dem Krieg wurde er von der Bevölkerung aufwendig restauriert und im Jahr 1951 wieder aufgerichtet.

 


Touristen-Highlight

Historisches Fragment in Blieskastel-Saarland

Der Stein, der als Wahrzeichen der Barockstadt Blieskastel gilt,  ist auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Naturfreunde. In der Umgebung gibt es Wanderwege, die es ermöglichen, die schöne Landschaft zu erkunden. Autoparkplätze sind in der Nähe. Der Gollenstein steht auf dem Blieskasteler Berg nordwestlich des Stadtzentrums.

 

So kommt ihr hin (Parken & Wegbeschreibung):

Die Genießer-Route: Parkt am besten direkt in der Altstadt von Blieskastel. Von dort aus verbindet ihr den Ausflug mit einem kleinen, idyllischen Spaziergang hoch zum Bergrücken (ca. 2 km, rund 30 Minuten Fußweg).

Der kurze Weg: Wer nicht so weit laufen möchte, nutzt den kleinen Parkplatz Gollenstein im Fasanenweg 1A. Von dort aus sind es nur noch etwa 5 Minuten zu Fuß über einen gut begehbaren Wirtschaftsweg bis zum Menhir.

Das Gebiet ist frei zugänglich, es gibt keine Eintrittsgebühren. Auf wettergerechte Kleidung sollte man jedoch achten. Besonders bei schlechtem Wetter kann es etwas rutschig werden. Nach der Besichtigung kann man u.a. die Gollensteinhütte besuchen und eine Rast einlegen. 

 

Woher kommt eigentlich der Name des Objekts?

Der Name leitet sich historisch vermutlich vom Begriff „Güldenstein“ (goldener Stein) ab, der im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich auftauchte. Dies deutet darauf hin, dass der Stein im Licht der Abend- oder Morgensonne in einem warmen, goldenen Ton leuchtet. 


Abenddaemmerung Gollenstein-Blieskastel

Fotomotiv Menhir

Dieser historische Monolith ist ein beeindruckendes Denkmal, das viele Naturliebhaber anzieht. Das Objekt steht majestätisch in der Saar-Landschaft. Er ist nicht nur durch seine physische Präsenz, sondern auch kulturell von großer Bedeutung. Das Monument wirkt sehr mystisch. Die Location eignet sich zum Beispiel auch für Themenshootings. Hier kann man interessante Bildwelten festhalten, von Fantasie, Mittelalter-Look sowie viktorianischem Stil bis hin zur Popkultur und noch viel mehr. Alternativ kann man ihn auch einfach fotografieren, um eine schöne Erinnerung an die Urlaubsreise festzuhalten. Somit wird der Kult- oder Ahnenstein ein zeitloser Begleiter.


Stadtbesuch – Shopping in der City

Barockstadt Blieskastel-Saarland

Blieskastel ist eine charmante Stadt, die mitten im Biosphärenreservat Bliesgau liegt und für ihre barocke Architektur bekannt ist. Hier gibt es kulturelle Veranstaltungen sowie interessante und bedeutsame Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören das Barockschloss, das Rathaus und die Schlosskirche. Zusammen bilden der Megalith und das schöne Städtchen, ein eindrucksvolles Ensemble aus Flora und Fauna sowie viel Kultur, in das Besucher in die Historie der Region eintauchen können.

Die Orangerie (historisch auch als Langer Bau bezeichnet) ist das bedeutendste erhaltene Relikt der einstigen Schlossanlage der Grafen von der Leyen. Das saarländische Städtchen ist eine gute Mischung aus antikem Flair und kreativen sowie modernen Einkaufsmöglichkeiten. Beim Bummeln durch die malerischen Gassen der Altstadt findet man kleine Boutiquen, Fachgeschäfte und gemütliche Cafés, die zum Verweilen einladen. Besonders der Marktplatz ist bekannt für seine lokalen Produkte und handgefertigten Waren.

Neben dem Shoppingerlebnis kann man in der Kleinstadt auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten erkunden. Ein Highlight ist unter anderem der Klosterberg mit dem ehemaligen Franziskanerkloster, das einen schönen Ausblick auf die Umgebung bietet,  der Herkulesbrunnen in der Altstadt und natürlich nicht zu vergessen: der älteste und hervorragend erhaltene Tabakwarenladen Deutschlands, auch "Zwiwwel“ genannt. Dieser wurde als „Kaisers" Kaffeegeschäft im Jahr 1874 eröffnet.


 

Fotos: © Gabi Kaula / treffpunkt-saarland.de

Text: Gabi Kaula (unter Verwendung von KI)

 

 

 

 

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